Infotext
Bauherr: Design Akademie Berlin, Hochschule für Kommunikation und Design GmbH
Bauzeit: Ende 2014 - April 2015
Bausumme: ca. 1,6 mio €

Die design akademie befindet sich in Räumlichkeiten im 1. Und 2.OG im Aufbauhaus am Moritzplatz in Berlin.

Sie ist eine private Hochschule mit Präsenzstudiengängen und Vorlesungszeiten.
Der Empfang der Hochschule befindet sich im 1.OG, in einem offenen Bereich der als Forum, Open Work Space und für Vernissagen dient. Dieser Bereich verbindet den Neubau mit dem Bestandgebäude.

Ebenfalls im 1.OG sind neben dem Audimax, und der Bibliothek weitere Vorlesungsräume, Foto- und Filmstudios, Räume für Videoschnitt, Bildbearbeitung und Modellbau, die Dunkelkammer und Seminarräume untergebracht. Außerdem Büros für die Verwaltung und Geschäftsführung, abgetrennt durch transluzente Profilglaswände.

Im 2.OG liegen die angemieteten Räumlichkeiten nur im Neubau, entlang der Oranienstrasse. Hier befinden sich überwiegend Seminarräume und Professorenbüros.
Die keilförmig auffächernden Verkehrsflächen dienen als Aufenthaltsbereiche für die Studierenden und als Präsentationsflächen.

Die Konstruktion folgt dem Prinzip Offenheit. Die Außenwände des in Stahlbeton-Skelettbauweise errichteten Gebäudes sind als Lochfassaden gestaltet. Ausnahmen bilden die beiden Treppenhäuser, die als durchgehende Glasfassade ausgeführt sind. In den Obergeschossen werden die Außenwände mit hinterlüfteten Fassadenplatten verkleidet, während die Erdgeschoss-Fassade als Putzfassade konzipiert ist. Die komplette Gebäudehülle entspricht dem Passivhausstandard.

Innerhalb der Schulgebäude erleichtern eine klare Wegführung sowie ein durchdachtes und konsequent angewandtes Farbkonzept die Orientierung. Für Raum und Transparenz indessen sorgen in verglasten Hallen angeordnete, breite Freitreppen, die die einzelnen Geschosse miteinander verbinden. Im Erdgeschoss des Verbindungsflügels befindet sich das Herzstück der Lehreinrichtung: die Aula. Zentral gelegen, kann sie zusammen mit den ihr zugeordneten Freiflächen für gemeinsame wie auch außerschulische Veranstaltungen genutzt werden. Auch Multifunktionalität ist ein Thema. Die Bauformen sind so angeordnet, dass die Klassenräume mehreren Ansprüchen gerecht und durch getrennte Erschließung verschiedenen Nutzungszwecken zugeführt werden können.

Klare Strukturen finden sich auch im Außenbereich. So ermöglicht der großzügig angelegte, terrassenartige Eingangsbereich einen jeweils separaten Zugang zu beiden Schulen und mündet zentral in den rechteckig ausgebildeten Campus, der als Atrium das Zentrum der Freiflächen darstellt. Schüler wie Lehrkräfte werden gleichermaßen von dem weitläufigen, den Schulkomplex umgebenden Gelände zum Erholen und Austauschen, aber auch zu Sport und Unterricht im Freien eingeladen. Dass Energie kein großer Kostenfaktor sein muss, beweist ein innovatives Energiekonzept, das durch eine hocheffiziente Wärmerückgewinnung passive Energiequellen wie Sonneneinstrahlung und Wärmeabgabe von Personen und Geräten nutzt und eine separate Heizung damit überflüssig macht. Qualitätsanforderungen an Luftdichtheit, Wärmeschutz und Anlageneffizienz sorgen für eine hohe Energieeinsparung und damit auch für eine dementsprechend langfristige Rentabilität für den Bauherrn.

Primärenergiebedarf: ca. 55 kWh / m²
Heizwärmebedarf: ca. 15 kWh / m² (jeweils pro m² NGF a)

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